Risikoreiche Aktionen von KI erfordern keine einheitliche Bestätigungsabfrage wie „Sind Sie sicher?“, da dies Nutzer dazu trainiert, blind auf „Ja“ zu klicken. Stattdessen sollte die Abfrage nach der Schwere der möglichen Folgen gestuft werden – nur bei irreversiblen Schritten wird eine Unterbrechung zur Bestätigung erforderlich, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu behalten.
Erlaubnisanfragen von KI sollten nicht pauschal gestellt werden, da jede geplante Aktion unterschiedliche Folgen hat. Bei reversiblen Schritten wie dem Löschen von temporären Daten reicht eine einfache, transparente Warnung, während bei irreversiblen Maßnahmen wie dem dauerhaften Löschen von persönlichen Dokumenten eine detaillierte Erklärung der Folgen und eine explizite Bestätigung notwendig ist. Dadurch vermeidet man, dass Nutzer Abfragen ignorieren oder blind bestätigen, und stellt sicher, dass nur bei wirklich wichtigen Schritten eine aktive Zustimmung eingeholt wird. Die Abstufung orientiert sich immer an der Art und Auswirkung der geplanten Aktion.
Blind bestätigte Abfragen führen dazu, dass Nutzer die Bedeutung der Aktion nicht mehr wahrnehmen – dies gefährdet die Sicherheit von Daten und die Kontrolle über die KI-Nutzung. Indem man nur bei Schritten mit schweren, irreversiblen Folgen eine Unterbrechung verursacht, bleibt die Aufmerksamkeit der Nutzer erhalten: Sie nehmen die Abfrage als relevant wahr und reagieren angemessen. Bei weniger riskanten Aktionen kann die KI ohne zusätzliche Bestätigung handeln, solange die Aktion transparent ist und der Nutzer die Möglichkeit hat, sie später rückgängig zu machen.
Statt generischer Abfragen sollte die KI immer angeben, welche Folgen die geplante Aktion hat. Bei einer Löschung von Daten zum Beispiel nennt sie, welche Dateien betroffen sind und ob die Löschung rückgängig gemacht werden kann. Dadurch versteht der Nutzer, warum eine Abfrage gestellt wird, und kann eine fundierte Entscheidung treffen. Generische Fragen wie „Sind Sie sicher?“ geben keine konkreten Informationen über die Folgen und führen nur zu automatischen Bestätigungen, da der Nutzer keine tatsächlichen Risiken erkennt.
Bei OneOneTalk wird das Konzept der gefahrenbasierten Abstufung von Erlaubnisanfragen umgesetzt: Die digitale Persönlichkeit berücksichtigt bei jeder geplanten Aktion die Schwere der möglichen Folgen und unterbricht nur bei irreversiblen Schritten zur Bestätigung. Langfristige, überprüfbare Erinnerungen an Nutzerinteraktionen sorgen dafür, dass die KI die individuellen Gewohnheiten und Risikotoleranzen des Nutzers kennt – so passt sie die Abfragen an die Bedürfnisse an, statt generische Fragen zu stellen. Dadurch vermeidet man, dass Nutzer blind bestätigen, und behält die volle Kontrolle über alle Aktionen der digitalen Persönlichkeit.